Kenia: Klima durch den Indischen Ozean beeinflusst

Kenia ist ein Staat in Afrika, der sowohl an den Indischen Ozean als auch an 5 weitere afrikanische Staaten grenzt. Damit befindet sich Kenia an der Ostküste des Kontinents und ist an den Küstenregionen von einem maritimen Klima geprägt. Im Westen des Landes ist der überwiegende Teil der Fläche von einem Hochgebirge bedeckt, welches eine Höhe von bis zu 1.800 Meter erreicht. In diesen Gebieten ist ein kontinentales Klima vorherrschend. Zudem werden in dieser Region die niedrigsten Temperaturen des Landes erzielt. Diese beläuft sich im Durchschnitt auf ungefähr 10 Grad Celsius und wird in der Regel nachts erreicht, wenn die Temperaturen sich sehr stark abkühlen. Zusätzlich ist zu beachten, dass solche Werte in den Monaten Juli und August erreicht werden. Das ist die Zeit, in welcher in Europa sehr viel höhere Temperaturwerte erzielt werden. Der Grund dafür ist die geografische Lage des Landes in der unmittelbaren Nähe zum Äquator. Wenn Europa im Juli sehr nahe zur Sonne steht und aufgrund der Erdneigung die Entfernung über das Jahr betrachtet am geringsten ist, dann herrschen somit auch sehr viel höhere Temperaturen.

Im Flachland werden in Kenia die Höchstwerte erreicht und Temperaturen im Januar und Februar bis zu 26 Grad Celsius gemessen. Da sich Kenia in der sogenannten Innertropischen Konvergenzzone befindet, werden durch aufsteigende Winde in der Tiefe kältere Temperaturen aus den subtropischen Gebieten angezogen. Durch den Einfluss von kühleren Meeresströmungen, welche aus dem Süden des Indischen Ozeans an der Küste von Kenia vorüberströmen, sind die Temperaturen im Mittel und im Verhältnis zu den übrigen afrikanischen Ländern gering. Die Luftfeuchtigkeit beträgt im Durchschnitt etwa 65 Prozent und ist damit im Vergleich allerdings höher als der Mittelwert für Afrika. An der Küste von Kenia ist dieser Wert für die Luftfeuchtigkeit noch weitere 10 Prozent höher und beläuft sich somit sogar auf 75 Prozent. An dem Victoriasee, der sich in Kenia befindet, sind die Werte am höchsten, wodurch sehr starke Regenfälle verursacht werden. Im Durchschnitt liegt die Niederschlagsmenge bei etwa 960 mm. Das bedeutet, dass ungefähr 960 Liter pro Quadratmeter Bodenfläche in der Summe innerhalb eines Jahres niederregnen. Dies ist ein sehr hoher Wert für die sonst sehr trockenen Verhältnisse innerhalb des Kontinents. Der Grund dafür ist einmal wiederum die Nähe zur Küste und andererseits die Lage an der bereits erwähnten Innertropischen Konvergenzzone.

Aus diesen Gründen kann die beste Reisezeit für dieses afrikanische Land in der Spanne zwischen Mitte Dezember bis Mitte März festgelegt werden. In diesem Zeitraum ist es relativ trocken und die Temperaturen sind verhältnismäßig konstant und warm in Kenia. Klima und der Anbau von Tee- und Kaffeesorten hängen in dem Land eng miteinander zusammen. Aufgrund der milden Temperaturen und der gegebenen Luftfeuchtigkeit herrschen dort nämlich günstige Bedingungen für das Wachstum und eine erfolgreiche Ernte. Der Export von Tee, Kaffee und auch Fisch hat einen großen Anteil an dem Bruttoinlandsprodukt des Landes. Aber auch die Einnahmen aus dem Tourismus und der Besuch der Wildreservate und Naturschutzparkanlagen haben daran Anteil. Auch das Bevölkerungswachstum ist in dem Land überdurchschnittlich hoch, was dem zunehmenden Wohlstand von Kenia geschuldet werden muss.

Jan05

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